Gerichtsgutachten

Im Gegensatz zum privat beauftragten Parteigutachten wird ein Gerichtsgutachten nur vom Gericht nach Beweisbeschluss beauftragt.

Das bedeutet auch, dass die Bestellung des Sachverständigen dem Gericht obliegt und nicht den Parteien.

In der Regel wird der gerichtlich bestellte Sachverständige beauftragt, zu einer oder mehrerer Fragen sach- und fachkundig Stellung zu beziehen.

Im Gegensatz zum Parteigutachten ist das Gerichtsgutachten an Vorgaben geknüpft. So ist der Sachverständige gehalten, nur auf Fragen zu antworten, die explizit im Beweisbeschluss aufgeführt wurden. Keinesfalls darf er eigenmächtig den Beschluss auslegen und nach einem von ihm selbst erstellten Fragenkatalog handeln.

Gerichtsgutachten werden von Amts- und Landgerichten bei Strafsachen, zivilen Rechtsstreitigkeiten und im selbständigen Beweisverfahren beauftragt.

Dipl.-Ing. Andreas Lüth ist seit mehr als 10 Jahren von der IHK Lübeck öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Sachgebiet Kraftfahrzeugschäden und -bewertungen und hat für diverse Gerichte bundesweit Gutachten erstattet.